Innovationsforum Krankenhaus:

Von Klinik 4.0 bis Arbeitgeberattraktivität

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Arbeitgeberattraktivität – jeder spricht davon, aber was bringt’s denn überhaupt? Und wie sieht die Klinik 4.0 in Deutschland aus? – Über diese Themen diskutierten rund 30 Führungskräfte aus Pflege, Verwaltung und Ärzteschaft beim Innovationsforum Krankenhaus.


Bereits zum zweiten Mal in Folge trafen sich Entscheider aus Krankenhäusern deutschlandweit – von Pflegedirektoren über Management und Geschäftsführung bis hin zu Chefärzten und ärztlichen Direktoren –, um im Deutschen Ärzteverlag über zukunftsweisende Fragen zu debattieren und Denkanstöße auf den Weg zu bringen. Veranstaltet wurde der Workshop, der Anfang Juni stattfand, vom Initiativkreis neue Personalarbeit in Krankenhäusern (InPaK), dem Deutschen Ärzteverlag und Health&Care Management.


Von der Krankenhaus-App bis zur computergestützten Triagierung der Notaufnahme

 

Die meisten Einrichtungen haben sich bereits auf den Weg zur Klinik 4.0 gemacht und erste Maßnahmen hin zu einer digitalisierten und vernetzten Krankenhauswelt eingeleitet. Doch es gibt noch viel zu tun und viele Herausforderungen zu meistern. Eine Arbeitsgruppe arbeitete eine umfangreiche To-Do-Liste aus. Diese reicht von digitalen Patienten-Services – wie einer Krankenhaus-App oder den „Online-Check-in“ – bis hin zu Prozesserleichterungen für Mitarbeiter, beispielsweise einer computergestützten Triagierung der Notaufnahme oder einer webbasierten Dienstplanung.


Allen Transformationsprozessen voran gilt es jedoch Strukturthemen anzugehen, so der Tenor der Arbeitsgruppe. Die Portfolioanalyse sei eine notwendige Voraussetzung für die Implementierung aller Digitalisierungsmaßnahmen. Die Spezialisierung und Zentralisierung, aber auch das Networking von Gesundheitsversorgern werde das Fundament im Aufbau des Kliniksystems 4.0 bilden.


Von der Arbeitgeberattraktivität zur intrinsischen Motivation


Auch die vielfach propagierte Arbeitgeberattraktivität im Kampf gegen den Fachkräftemangel war Thema des diesjährigen Innovationsforums. Die intrinsische Motivation wurde hier als Schlüssel zum Erfolg identifiziert. Heißt: Nicht für alle Berufsgruppen ist die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses die Zielsetzung, die sie verfolgen. Die Motivation, die die Krankenhausmitarbeiter antreibt, ist nicht selten eine andere. Diese unterschiedlichen Zielsetzungen sollten unbedingt gefördert und Anreize geschaffen werden, um die intrinsische Motivation zu erhöhen, so die Meinung der Arbeitsgruppe. Das A und O dabei sei die intensive Einbeziehung des Klinikpersonals und die Nähe der Führungskräfte zu ihren Mitarbeitern.


Verbesserung der Gesprächs- und Meetingkultur


Die Einbeziehung und transparente Kommunikation gegenüber dem Klinikpersonal spielte auch in der dritten Arbeitsgruppe eine zentrale Rolle. Diese nahm sich die Ergebnisse aus dem letzten Innovationsforum vor und leitete daraus klare Handlungsanweisungen ab. Zentrales Ziel: Die Kommunikation in Kliniken zu verbessern und damit eine bessere Unternehmenskultur zu schaffen. Dazu gehöre in jedem Fall eine gute Gesprächs- und Meetingkultur, die bislang in vielen Häusern noch viel Luft nach oben ließe.

 

Insgesamt lieferte das Innovationsforum wertvolle Impulse und sorgte für einen regen Austausch untereinander. Eine Folgeveranstaltung ist für nächstes Jahr geplant.

Bilder im Beitrag: ©Selbst

 

 

 

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